7 Tipps wie Sie bei einer Befragung mehr Feedback generieren   

Ani Wollstein

Sales & Marketing

Eine sorgfältig strukturierte Befragung beeinflusst die Bereitschaft ein Feedback zu geben wesentlich. Erst mit einer ausreichenden Anzahl an Rückmeldungen lässt sich eine aussagekräftige Auswertung erstellen. Für ein gutes Umfrageergebnis müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Wann stelle ich welche Fragen? Wie formuliere ich die Fragen aus? Welches Befragungsinstrument wähle ich aus? Nachfolgend haben wir für Sie sieben Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre Befragung sinnvoll gestalten können.

1. Ansprechendes Design 

Die erste Umfrageseite soll Neugierde und Interesse wecken. Dabei spielt die Wahl des Designs eine massgebliche Rolle. Wählen Sie ein einfaches, intuitives Layout, welches die wichtigsten Elemente in den Mittelpunkt stellt und farblich unterstützt. Integrieren Sie Ihr Unternehmenslogo und wählen Sie eine Schriftgrösse aus, welche für Ihre Teilnehmergruppe gut lesbar ist.

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2. Einfache Formulierung 

Gestalten Sie die Fragen und Antwortalternativen mit einem klaren und einfachen Wortschatz. Damit vermeiden Sie, dass sich bei den Teilnehmenden Frust über eine unklare Fragestellung bildet und sie deshalb die Umfrage abbrechen. Zudem lassen sich die Sätze einfacher lesen und Sie umgehen die Gefahr von inhaltlichen Missverständnissen. Hier ein überspitztes Beispiel: „Wie fühlen Sie sich momentan?“ ist leicht verständlich und somit empfehlenswert. Die folgende Frage ist komplex gestellt: „Können Sie dem Unternehmen XX GmbH Ihren Gemütszustand vom jetzigen Zeitpunkt zum Ausdruck bringen?“

3. Art der Befragung

Je nach Ziel Ihrer Befragung eignen sich verschiedene Varianten der Ausführung. Die persönliche Befragung kommt einem Interview gleich. Dabei bereitet man einen Fragenablauf vor, von dem man während des Gesprächs abweichen kann. Zusätzlich lässt sich die Mimik und Gestik beobachten. Auch bei der telefonischen Befragung besteht der Vorteil, dass auf die Antworten reagiert werden und durch zusätzliches Nachfragen spezifiziert werden können. Jedoch werden Telefonanrufe von Organisationen oder Befragungsinstituten als Eingriff in die Privatsphäre empfunden und erfreuen sich weniger Beliebtheit.

Die schriftliche Befragung wird in der Regel per Post oder via E-Mail an die Zielgruppe verschickt oder in digitaler Form direkt vor Ort durchgeführt. Nach den gegebenen Antworten können keine spontanen Anpassungen des Fragenverlaufs vorgenommen werden. Online Befragungen werden direkt auf der Webseite ausgefüllt. Je nach Lösungsansatz punktet dieses Messinstrument mit einer kurzen Auswertungsdauer und einer zeitnahen graphischen Aufbereitung.

4. Richtigen Fragetyp wählen

Bei offenen Fragen geben Sie dem Befragten die Möglichkeit, in beliebiger Form zu antworten. Meistens verwendet man dafür die W-Fragen (wer, was, wann, wo, warum, wie, wozu). Durch die offene Fragestellung erhält man mehr Informationen, Details und Hintergründe, wodurch der Interpretationsspielraum gesenkt wird. Allerdings lassen sich über eine Bandbreite von Antworten die Ergebnisse etwas schwieriger zusammenfassen. Dann lohnt es sich, bei der Auswertung eine Kategorisierung vorzunehmen.

Bei geschlossenen Fragen kann die befragte Person nur aus vorgegebenen Antwortalternativen eine zutreffende Antwort auswählen. Hier verhalten sich die Vor- und Nachteile umgekehrt zu den offenen Fragen. Selbst bei einer hohen Teilnehmerzahl lassen sich die Ergebnisse leicht zusammenfassen und auch graphisch einfach visualisieren, hingegen bleibt ein grösserer Interpretationsraum.

5. Filterfragen verwenden

Filterfragen trennen die Spreu vom Weizen. Interessieren Sie sich beispielsweise für die Teilnehmer, welche eine bestimmte Dienstleistung Ihrer Firma in Anspruch genommen haben, dann hilft Ihnen die Filterfrage bei der Kategorisierung der Befragten. Haben die Teilnehmer „Ja“ gewählt, können Sie dieser Gruppe mehr Fragen zur Dienstleistung stellen. Diejenigen, welche „Nein“ angekreuzt haben, schicken Sie zur nächsten, für beide Seiten, bedeutsamen Frage oder Sie beenden die Befragung. Das kommt einerseits den Teilnehmern zu Gute, weil sie deren Zeit nicht verschwenden, andererseits können Sie eine korrekte Analyse und Auswertung vornehmen.Flat-ipad-Filterfragen

6. Suggestivfragen vermeiden

Suggestivfragen manipulieren im Voraus die Antwort der befragten Person. Diese werden so formuliert, dass mit der Frage, mehr oder weniger gewollt, eine Antwort beim Befragten herbeigeführt wird. Mit Formulierungen wie „Finden Sie nicht auch, dass…“ oder „Sie wollen doch bestimmt auch, dass…“ legen Sie dem Teilnehmer eine bestimmte Antwort in den Mund. So verfälschen Sie (un)bewusst die Ergebnisse.

7. Anzahl an Fragen – weniger ist mehr

Wenn sich der Teilnehmer mit einer langen Liste an Fragen auseinandersetzen muss, besteht die Gefahr, dass die Befragten an Konzentration und Lust verlieren. Die goldene Regel der Anzahl Fragen einer Kurzbefragung beträgt 5 +/- 2. Bei längeren Umfragen ist es sinnvoll, die Fragen in zu gruppieren und sich auf eine ähnliche Anzahl an Fragen pro Kategorie festzulegen.

Echtzeit-Befragung vor Ort mit opiniooon

Der Lösungsansatz von opiniooon ermöglicht es Ihren Kunden, direkt vor Ort Ihre Befragung auszufüllen. So brauchen Ihre Kunden nur wenige Sekunden, um ihre Meinung mitzuteilen. Gesammelte Fragebögen sind innert Sekunden in graphisch aufbereiteter Form abrufbar. Vergleichen Sie Ihre Befragungen mit wenigen Klicks und leiten Sie direkt im Auswertungscockpit Verbesserungsmassnahmen ab. Fordern Sie mehr Informationen zu unserer Lösung an.

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Quelle u.a.: Appraisal, Feedback and Development. Making performance review work. Clive Fletscher 2008.